Frau Goodkat
Ich bin mit einer äußerst facettenreichen Persönlichkeit gesegnet. Gestern kam wieder eine dazu. Nein, keine Facette - eine Persönlichkeit!
Deshalb habe ich, ähnlich wie ich es gestern mit meinem Schrank getan habe, als ich die Wintersachen nach hinten und die Sommersachen nach vorne geschoben habe, meine Persönlichkeiten sortiert.
Vielleicht muss die eine oder andere ein bisschen erneuert, Ecken und Kanten geschliffen oder gar komplett aussortiert werden.
HOLLY GOLIGHTLY
M. sagte zu mir: "Du bist wie dieses New Yorker Partygirl, das die Hepburn mal gespielt hat. Nach außen hin frech, unnahbar und scheinbar sorgenlos, aber in Wirklichkeit total schüchtern und verletzlich."
Ich mag Holly. Sie gehört zu mir und wird es immer bleiben.
MARY POPPINS (REMIX VERSION)
Seitdem sich die Babysittereinsätze bei meinen Nichten häufen, beginne ich an mir pädagogische Fähigkeiten zu entdecken. Ich habe zwar keinen Schirm mit dem ich wegfliegen kann und auch keine Zauberkräfte um ein katastrophales Kinderzimmer wieder in Ordnung zu bringen. Das unterscheidet mich von Mary. Aber dafür habe ich eine laute Stimme und sehr viel Phantasie um mir schlimme Bestrafungen für die beiden auszudenken --> Wenn du das nicht weg räumst, dann werfe ich deinen Lieblingsteddy in die Waschmaschine und danach in den Trockner bis er so groß ist wie dein Daumennagel.
Sowas bedeutet im Leben eines 9-jährigen Mädchens noch den Weltuntergang schlechthin. Jaja, später sind´s dann teure Schuhe, die einen zum Rand der Verzweiflung bringen.
SUBSTRAL-MÄDCHEN
Da ich bei längeren Auslandsaufenthalten meines besten Freundes immer zum Blumengießen abdegradiert werde, habe ich mich gestern wieder seinen grünen Schützlingen gewidmet. Als er das letzte Mal über mehrere Monate unterwegs war, habe ich beinahe seine Balkonpflanzensiedlung ausgerottet. Ich dachte, die stünden draußen, weil er sie nicht so lieb hat wie die anderen. Naja, Sie können sich vorstellen was das für ein Theater gegeben hat und mit was für einem Widerwillen er mir dieses Mal seine Schlüssel aushändigte. Vor lauter Angst ich könnte das selbe wie letztes Jahr tun, habe ich nun einen detaillierten Leitfaden zum Gießen erhalten.
RAMBO
Wenn Dinge nicht so wollen, wie ich will dann neige ich dazu, sie zu zerstören.
Einmal habe ich vor Lauter Wut auf den nicht zu öffnenden Drehverschluß einer Wasserflasche diese gegen die Wand gefetzt. Die Flasche hat´s zerrissen, die Wand war nass, der Kater geduscht, aber ich wieder ruhig. Man muss das Herzinfarktrisiko senken, wann immer man kann.
Einem Ex-Freund von mir habe ich mal einen Becher Joghurt (voll und verschlossen) aus 4 Metern Entfernung nachgeschmissen. Der Becher prallte an seinem Kopf ab, platzte auf und das Joghurt ergoß sich über ihn. Ich empfand das damals als sehr gesund. Weil es mir besser ging, nachdem ich versucht habe ihn mit einem Plastikgeschoß zu töten. Ach, was heißt es ging mir besser...fast angepisst habe ich mich vor Lachen, wie der Mensch dastand und ein dickflüssiges Milchprodukt tropt an seinen Haaren herab ins Gesicht und auf die Kleidung.
OPFER
Ich bin ein Opfer. Ein Modeopfer. Fashion Victim. Für Chicago zB habe ich mir selbst schon ein Versprechen abgenommen, welches ich versuche einzuhalten: Ich werde für Manolo Blahnik oder Jimmy Choo Schuhe keinesfalls mehr als 300 Dollar ausgeben. Das sind 230 Euro. Nachdem ich rechtzeitig zum Ausverkauf in den Staaten bin, könnte meine Rechnung aufgehen. Könnte natürlich auch sein, dass meine Gier dann doch siegt und ich mir um 230 Euro lieber Unmengen an Abercrombie Kleidung kaufe.
Natürlich will ich auch noch immer das Apfel-Handy und den Apfel MP3 Player, der auf Berührungen reagiert. Vielleicht wünsche ich mir dieses elektronische Obst zum Anfassen, deshalb so sehr, weil ich eben unbedingt etwas brauche, das ich berühren kann und dieses dann eine Form der Reaktion zeigt.
Ich finde diese fünf Persönlichkeiten für mein weiteres Fortbestehen auf diesem Erdball unerlässlich und werde jenen Charakteren in mir, die sich zB durch einen übermäßigen Putzfimmel bemerkbar machen, zeigen, wo die Tür ist.
mirno_more - 6. Jun, 16:03
Mir geht´s gut. Wirklich gut. Und das schon seit ungefähr 10 Tagen. Das sage ich jetzt nicht, damit ihr euch keine Sorgen mehr um mich machen müsst, selbstverständlich konsultiere ich weiterhin meinen Therapeuten und füttere meinen Welthass, aber es gehen doch seltsame Regungen in Frau Goodkat vor.
Da wäre mal die Tatsache, dass ich letztes Wochenende nüchtern war. Von Freitag bis Sonntag. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch nicht fort war. Wenn ich fortgewesen wäre, hätte ich selbstverständlich gesoffen wie ein Matrose.
Ich glaube, ich bin im Begriff zu lernen die Dinge anzunehmen, wie sie eben kommen. Das bedeutet nicht, dass ich deswegen weniger cholerisch, stur, jähzornig und zynisch bin. Jedenfalls ist es nun mal so, dass ich vor zwei Wochen wieder mal eine Begegnung hatte mit einer Person, die mich normalerweise komplett verwirrt und aus der Bahn wirft. Ich laufe dann rum, wie ein deprimiertes Elefantenbaby und weiß gar nicht, wo ich überhaupt hin soll. Diesmal nicht.
Seit gestern weiß ich, dass ich zwei Kinder im Alter von 11 und 9 hüten kann und gleichzeitig eine gewisse Organisation habe. Zwar bleibt dabei die Organisation meines Lebens auf der Strecke, aber bis jetzt habe ich es geschafft, dass beide ihr Essen bekommen, die Hausaufgaben machen, lernen, pünktlich in der Schule erscheinen (angezogen), genügend Geld mit haben, ihre Schlüssel nicht vergessen, ihre Handys nicht vergessen, mich anrufen, wenn sie zuhause sind, den nächsten Tag organisieren, weil ihre Mutter in Tel Aviv fest sitzt (Stewardess), aus ihrer Wohnung wieder ein betretbares Refugium zu machen, Unmengen Geschirr abzuwaschen, usw. Wie es in meiner Wohnung aussieht und wie ich heute zur Arbeit erschienen bin, das lassen wir jetzt mal außen vor. Zumindest habe ich es geschafft saubere Kleidung aus dem Kasten zu fischen, mein übermüdetes Gesicht hinter einer riesigen Pilotenbrille zu verstecken und in meine brandneuen Lackballerinas zu schlüpfen. In diesem Aufzug Tamara zur Schule gebracht. Angeblich erhielt sie dadurch den unverhohlenen Respekt ihrer Mitschüler, die ihren Angaben zufolge sagten: „Deine Tante schaut ja uuuur cool aus“. Wow. Mäßige Komplimente von 11-jährigen. Bekomme ja sonst keine. Werde versuchen mich das nächste viertel Jahrhundert daran zu laben.
Der Frühling kommt. Oder ist schon da. Whatever. Ich erinnere mich wieder an meine Lieblingsplätze, die ich gerne besuche, wenn die Eisbären nicht mehr jubelnd durch die Stadt laufen. Das sind ganz einfache Orte. Ich rede dabei nicht von immergrünen Wiesen auf denen kniehoch der Mohn wächst, ich auf einer Parkbank sitze und ein lila Schmetterling küsst mich auf die Wange während eine Amsel ihr kleines Lied in mein Öhrchen trällert. Sollte ich jemals einen derartigen Kitschanfall bekommen, bitte ich um sofortige Einweisung in eine der hiesigen Anstalten. Ich rede hier vom Naschmarkt am Samstag Vormittag. Unzählige Leute, Marktgeschrei vom Feinsten und ich sitze am Rand mit einer Muratti und einem Café Latte, das geschäftige Treiben beobachtend.
Oder die leeren Straßen in der Innenstadt um zwei Uhr Morgens. Der Graben, oder der Michaelerplatz. Hin und wieder kreuzen andere Nachtschwärmer meinen Weg. Mehr oder weniger betrunken, als ich.
Der Heimweg, wenn es langsam beginnt hell zu werden. Man begegnet all den anderen, die genau wie man selbst, gerade aus irgendeinem dunklen Schuppen gekrochen sind, nichts gesucht und nichts gefunden haben. Jeder geht seines Weges und doch sieht man sich verschwörerisch an, als würde man für den Zeitraum eines Sonnenaufgangs Teil einer Gruppe sein, die etwas gemeinsam hat.
Endlich habe ich wieder Bücher gefunden, die mich zum Nachdenken und zum Lachen bringen. Oscar Wilde „Sich selbst zu lieben ist der Beginn einer lebenslangen Romanze“ und „Die Bibel nach Biff“ von Christopher Moore. Beide treiben mir die Tränen in die Augen. Wilde, weil er zum Teil so knallharte Sachen von sich gibt, wie „Herzen sind dazu da, um gebrochen zu werden“ und Moore, weil ich mir gestern beinahe ins Höschen gelullt hätte vor Lachen.
Apropos Herzen. Ich finde es schön, wenn ich Augen- und Ohrenzeuge eines solchen Gesprächs werde: Person A fragt Person B: „Was findest du überhaupt an dem Kerl? Der hat doch nix.“ Während ich stumm in mich hinein grinse und Person A noch über die Frage nachdenkt auf einmal Person C sagt: „Vielleicht bringt er sie zum Lachen?“ Und das war ganz und gar nicht ironisch gemeint. Es sollte der Person B einfach zeigen, dass es hinter den Oberflächlichkeiten noch ein Türchen gibt, das es aufzumachen gilt. Man kann darüber nicht streiten, ob der Beginn einer Romanze etwas mit dem Aussehen zu tun hat. Klar hat sie das. Jeder urteilt nach seinen eigenen Vorlieben und da fallen manche schon aus, bevor sie noch überhaupt den Mund aufgemacht haben. Aber wer sich in die Fassade verliebt und nach dieser Rosa-Brille-Phase noch immer nur die Fassade sieht, der ist VERliebt. Mehr nicht. Das ist traurig UND wahr. Liebe ist etwas ganz, ganz anderes. Die ursprüngliche Form der Liebe beginnt schon mit all diesen Kleinigkeiten, die man vergeblich am anderen befragt, die einen verstören und über die man nachdenken muss. Das sind die Ansätze, die ersten Triebe. Ich vermag gar nicht an dieser Stelle darauf im Detail einzugehen, sonst würde ich irgendwann mit schlohweißem Haar hier sitzen. Aber auf eines möchte ich noch hinweisen. Die Königsklasse: die bedingungslose Liebe. Das hat nichts mit Lack, Leder und Demut zu tun. Die bedingungslose Liebe erfährt man nur von ganz wenigen Personen. Wenn man Glück hat. Bedingungslose Liebe schenken Kinder, Eltern und Tiere.
Alter Falter, ich kann hier nicht annähernd beschreiben, wie ich das von meinem Empfinden her eigentlich meine. Dieses ganze Liebeszeugs ist für mich eine Nummer zu groß um es beSCHREIBEN zu können, deshalb lass ich obiges mal so im Raum stehen. Vielleicht fällt mir irgendwann die ultimative, die weiseste aller weisen Philosophien dazu ein. Und ich will zumindest in diesem Bezug nicht missverstanden und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Mit dem Geschreibsel von oben kann doch kein Schwein was anfangen. Und mein Rechtschreibprogramm übrigens auch nicht. Der gesamte letzte Absatz ist grün unterwellt. JA WAS WILLST DU DENN VON MIR? Was für ein Problem hast du mit „die weiseste aller weisen Philosophien“? HA? Da! Das Rechtschreibprogramm macht es schon wieder! Ach, fick dich doch.
Gut, mir schwillt schon wieder der Kamm. Langsam sollte ich mich für ein „Anti-Aggressionsprogramm“ anmelden. Dann werde ich vielleicht älter als 45. Womit ich wieder beim Anfang wäre. Mir geht´s gut. Aber deshalb bin ich nicht weniger cholerisch, stur, jähzornig und zynisch. Alles klar? :-)
mirno_more - 6. Mai, 22:50
Frau Goodkat ist Jahrgang 1981 und lebt in Wien. In ihrer kleinen Wohnung ist sie glücklicher, als manche Menschen in 200m² Lofts. Dieses kleine Refugium teilt sich Goodkat mit ihrem Kater Tito, der laut Meinung anderer viel zu verhätschelt und psychopathisch veranlagt ist. Frau Goodkat hat sich diesen Namen als Schutzmantel für ihr wirres, irres, verliebtes, hasserfülltes, zorniges, liebevolles, humorvolles, sinnloses Geschreibsel ausgewählt.
Sie verfügt über mehrere Persönlichkeiten, die sie jeweils zu verschiedenen Anlässen trägt. Eigentlich befindet sie sich jedoch in einem ständigen Kampf mit zwei ihrer Persönlichkeiten: die kalte, herablassende sarkastische Goodkat, die immer für ein Gläschen zu haben ist und eigentlich mit jedem redet, der ihr nicht ganz blöde kommt. Sie kann so kommunikativ wie schüchtern sein. So laut, wie sie leise ist. So offen, wie verschlossen. So manisch, wie depressiv. Manchmal erweckt sie dann den Anschein, als wäre sie sehr hochnäsig und arrogant, aber in Wirklichkeit ist sie sich nur noch nicht sicher, wie sie gerade drauf sein will. Denn da gibt es noch die warme, schüchterne, Goodkat, die eigentlich nichts anderes will, als im richtigen Moment oder mal einfach nur so in den Arm genommen zu werden.
Jedenfalls ist die Motherfucker-Persönlichkeit nichts, dass sie in Schutz oder als Entschuldigung nehmen möchte, aber sie war irgendwann da, als es darum ging zu zerbrechen oder endlich mal mit der Faust auf den Tisch zu knallen und zu sagen „Ihr könnt mir gar nichts! Niemand kann mir irgendetwas.“
Frau Goodkat kann diesen Umhang erst nach einer gewissen Zeit ablegen, oder wenn sie sich beschützt und sicher fühlt. Oder wenn sie mit jemanden Gespräche von jener Sorte führen kann, die so tiefgründig wie abgründig, offen und voller Ehrlichkeit sind, dass sie quasi gar nicht mehr anders kann. Nehmt ihr das nicht übel. Sie ist halt so. Nur ein bisschen psychisch gestört. Wenn man ein bisschen wartet, fällt einem das aber gar nicht mehr auf.
Goodkat steht total auf Eurocrem, die serbische Variante von Nutella. Und auf „Strudle“, so kleine Kuchen mit Marmelade drin, die sie aber nur in Kroatien bekommt oder in der „Balkan-Abteilung“ vom Merkur. Für ein Steak im Maredo würde sie ihre Mutter verkaufen. Sie steht auf die Natur und ist in ihr am liebsten zu Pferd unterwegs. Überhaupt hat sie ein großes, großes Herz für Tiere. Aber nur für die Flauschigen.
Sie mag es ihren Mitmenschen Spitznamen zu geben, hält sich aber meistens zurück, wenn sie das Gefühl hat, dass es ihr bei dem einen oder dem anderen unpassend erscheint. Es erscheint ihr ständig unpassend. Der einzige Mensch, dem sie ungeniert und ganz, ganz viele Spitznamen gibt, ist ihre Freundin R.
Sie liebt es übrigens über alle Maßen feuchtfröhliche Gespräche zu führen. Ein Gespräch zwischen zweien oder mehreren Menschen bekommt ihrer Meinung nach erst dann den nötigen Tiefgang, die Würze, die Ehrlichkeit und den Spaß, wenn sich drei bis zehn Cocktails daran beteiligen.
Eigentlich ist Frau Goodkat gefühlsmäßig total außer Rand und Band. Vieles, was sie sagen will, sagt sie nicht und alles was sie eigentlich nicht sagen will, rutscht ihr dann einfach so raus. Eigentlich kann sie sich nur über das Schreiben ausdrücken. Also für andere verständlich ausdrücken. Was sie selbst als sehr freakig erachtet. Frau Goodkat sieht aus diesem Grund aber nicht aus, wie die zerzauste Katzenfrau aus den Simpsons oder Tingeltangel Bob. Sie hält sich selbst für eine „Auf den zweiten Blick Schönheit“. Weil sie kein Puppengesicht hat, sondern eigentlich sehr markante Züge. Sie findet ihre Gesichtsfläche zu groß, ihre Stirn zu niedrig, ihre Augen zu dunkelbraun. Ihre hohen Wangenknochen kann sie auch nicht ausstehen, vor allem deshalb nicht, weil sie dauernd Leute fragen, ob sie aus Russland kommt. Dafür mag sie ihre Haare (die am Kopf), wenn sie geglättet sind, weil sie ihrer bescheidenen Meinung nach dann (meistens) sehr, sehr, sehr, sehr gut aussehen. Im Sommer gibt sie den Kampf gegen ihre Locken (manchmal) auf.
Wien ist für Frau Goodkat eine Art Hassliebe. Manchmal hält sie es hier kaum aus, aber im Grunde führt sie eine sehr innige Beziehung mit dieser Stadt. Und hat schon seit 26 Jahren Dates mit Wien. Sie glaubt, langsam entwickelt sich eine ernste Beziehung. Und wehe jemand außer ihr sagt etwas schlechtes über diese Stadt. Sie lässt sich nämlich nicht gefallen, dass jemand über ihren Freund lästert. Was diese Stadt betrifft, kann sie nur Herrn Fendrich zitieren, der einst sang:
Haben sie Wien schon bei Nacht gesehen, haben sie, das schon erlebt. Man sieht zwar nicht wie die Bäume blüh'n, welche besonders beliebt. Hoffen sie nicht auf den Walzerklang oder auf Herzen aus Gold. Man hat sich davon schon Gott sei Dank einigermaßen erholt. Unter Tags ist sie schön photogen wie man weiß, in der Nacht wird sie heiß und zerschmilzt jedes Eis.
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Doch haben sie Wien schon bei Nacht erlebt haben sie das schon gesehn, man sieht zwar nicht ob die Bäume blüh'n, welche besonders beliebt. Achten sie nicht auf das Riesenrad, soetwas lenkt sie nur ab, wie es sich oft schon bewiesen hat wird Ihre Zeit viel zu knapp.
Frau Goodkat möchte eines Tages ein Schriftstellerleben führen. Also morgens um 14 Uhr aufwachen und erst mal nach draußen gehen. Das erste Buch mit dem Titel „Mein Leben. Eine Katastrophe aus allen Blickwinkeln“ befindet sich gerade in der 50. Auflage und das Geld arbeitet für sie. Sie lebt dann übrigens in Paris. Dort sitzt sie hauptsächlich in ihrem kleinen Stammcafé und weil Kaffe angeblich das Krebsrisiko senkt, steckt sie sich zum Café au Lait eine Zigarette zwischen die Lippen. Sie ist schrecklich inspiriert, kreativ und hat einen französischen Akzent, wenn sie Deutsch spricht. Ihre alten Freunde erhalten exklusive Einladungen zu ihren stadtbekannten Parties und werden mit ihrem Privatjet, der „FUCK YOU“ Airlines, eingeflogen. Alle Männer die sie in ihrem Leben vor dem Durchbruch hatte, werden ihr verzweifelte SMS mit dem Inhalt „Wieso meldest du dich nicht mehr“ schicken. Sie wird auf keine antworten.
(Hilfe, jetzt verliere ich endgültig meinen Verstand!!!!)
Haben Sie jetzt einen Deut, wie Frau Goodkat tickt? Nein? Sie kennen sich also immer noch nicht aus, ha? Dann probieren Sie es doch folgendermaßen: Lesen. Nicht weiter nachdenken.
mirno_more - 1. Apr, 21:11