WEISHEITEN DER WOCHE. UND SO.
- Meine Leber wächst mit ihren Aufgaben. Trotz ausuferndem Alkoholkonsums alles in Ordnung. Außerdem: Cholesterinwerte im Normbereich. Altersdiabetes in weiter Ferne. Sehkraft gleich schlecht zum Vorjahr geblieben. Muss mich stark wundern. Meine einzige Schwachstelle dürfte wohl nur Kryptonid sein.
- Heute das Buch "Generation Doof" bestellt. Wer mit dem Titel nichts anfangen kann, hier der Klappentext: Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol. Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag. Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. Der Staatsanwalt von nebenan erzieht seine Kinder mit der Spielkonsole. Germanistikstudenten sind der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung.
Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, wie es wirklich um die Mütter, Väter und Bundeskanzler von morgen steht.
Soso, du fühlst dich nicht angesprochen, mein liebster Leser? Naja, ich muss dir aber leider sagen: Die meinen uns! Nix da mit der „MTV Generation“ oder „Urban Bobos“. Wir sind Generation Doof!
Und jetzt mal abgesehen davon, dass ich davon überzeugt bin, dass ein Großteil von den jungen Leuten über immense Bildungslücken verfügt, will ich mal über ein anderes Phänomen unserer Generation sprechen. Wer von euch hätte denn ein großes Netzwerk ohne die Social Network Plattformen, wie XING, sudiVZ, meinVZ, facebook etc.?
Oder anders gefragt: Wie würdet ihr eure Kontakte pflegen, wären sie nicht nur einen Mausklick von euch entfernt?
Wer von euch schafft es heute noch halbwegs pünktlich zu einer Verabredung zu kommen, ohne den anderen mindestens ein Mal auf dem Handknochen anzurufen um die eigene Verspätung mitzuteilen? Klar, früher hat man auf den zu spät kommenden eben einfach gewartet, bis man zur Eissäule erstarrt oder zu einer Pfütze zerflossen ist (je nach Jahreszeit). Sauer ist man sowieso. Ob mit oder ohne Anruf.
Früher, da war es purer Zufall, wenn man in einer Gruppe fortging und in einem Lokal noch mehr bekannte Gesichter getroffen hat. Heute gibt es keine Zufälle mehr. Heute planen wir das alles im Voraus mit unseren Computern und Smartphones.
ORF und die deutschen Sender zerstören systematisch unsere grauen Zellen mit der Ausstrahlung von Sendungen, wie: Deutschland sucht den Superstar, Popstars, Germanys Next Topmodel, Dancing Stars etc. Schaut hier irgendjemand noch UNIVERSUM? Oder abgehobene Künstlerfilme auf ARTE?
Das hier ist wirklich nur ein klitzekleiner Anschnitt, allerdings hat dieses Thema durchaus Potenzial abendfüllend zu sein. Demnächst eventuell mehr nachdenkliches zur weltumfassenden Dummheit auf diesem Blog!
- Männer nerven und stinken. Allesamt sind sie abwechselnd damit beschäftigt NICHTS zu kapieren, sich vor lauter Selbstüberschätzung versehentlich selbst umzubringen oder uns Frauen mit Komplimenten zu beschenken, die einem nichtmal ein Gähnen entlocken. Von mir persönlich kann ich behaupten, dass mich Aussagen, wie „Du bist echt interessant“ eher ein „Du bist total bekloppt“ zwischen den Zeilen lesen lässt. Und dass, obwohl ich sonst grenzenlos naiv bin. Dann gibt es noch jene Kerle, die in geselliger Runde den ganzen Abend schweigen (nicht das Schlechteste) einen dafür aber ständig anstarren (bitte sofort damit aufhören). Andere wiederum machen den Eindruck, als könnten sie Buchstaben nicht von Zahlen unterscheiden. Auf einer Skala von 1 bis 10 (wobei 1 für „Geht gar nicht“ und 10 für „Perfekt“ steht), waren die anwesenden Männer am Dienstag Abend allesamt eine glatte Null.
- Frau nerven und stinken. Die meisten zumindest. Da gibt es diese Sorte Frau, die immer lieb, immer nett ist und über jeden noch so bekloppten Witz lacht und das meistens aus falscher Höflichkeit. Oder sich ernsthaft eine halbe Stunde lang von einem rabenvollen Deppen über das miese Essen im neuesten In-Restaurant Wiens vollschwatzen lässt. Die wenigsten kapieren außerdem, dass ich mich gerade nicht über den Weltfrieden, fuchsiafarbene Shirts, die nicht zum magentaroten Lippenstift passen oder über „die dumme Kuh, die meinen Freund dauernd ansieht“ unterhalten will. Bevor ich mich über sowas unterhalte setze ich mich lieber einsam und alleine an die Bar, trinke still in mich hinein und falle irgendwann lautlos vom Hocker.
Der vergangene Dienstag war also wie man liest eher ein Tag zum zu Hause bleiben, zumal man in oben erwähnter Gesellschaft genau so gut die Wand anstarren könnte.
- Ich hätte gerne einen durch Ö3 befriedigbaren Musikgeschmack. Und einen sehr dicken Nerv, der die Moderatoren aushält. Ich halte die hiesigen Radiosender nur dann aus, wenn ich gut gelaunt bin in der Früh. Weihnachten ist bekanntlich öfter.
- Heute das Buch "Generation Doof" bestellt. Wer mit dem Titel nichts anfangen kann, hier der Klappentext: Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol. Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag. Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. Der Staatsanwalt von nebenan erzieht seine Kinder mit der Spielkonsole. Germanistikstudenten sind der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung.
Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, wie es wirklich um die Mütter, Väter und Bundeskanzler von morgen steht.
Soso, du fühlst dich nicht angesprochen, mein liebster Leser? Naja, ich muss dir aber leider sagen: Die meinen uns! Nix da mit der „MTV Generation“ oder „Urban Bobos“. Wir sind Generation Doof!
Und jetzt mal abgesehen davon, dass ich davon überzeugt bin, dass ein Großteil von den jungen Leuten über immense Bildungslücken verfügt, will ich mal über ein anderes Phänomen unserer Generation sprechen. Wer von euch hätte denn ein großes Netzwerk ohne die Social Network Plattformen, wie XING, sudiVZ, meinVZ, facebook etc.?
Oder anders gefragt: Wie würdet ihr eure Kontakte pflegen, wären sie nicht nur einen Mausklick von euch entfernt?
Wer von euch schafft es heute noch halbwegs pünktlich zu einer Verabredung zu kommen, ohne den anderen mindestens ein Mal auf dem Handknochen anzurufen um die eigene Verspätung mitzuteilen? Klar, früher hat man auf den zu spät kommenden eben einfach gewartet, bis man zur Eissäule erstarrt oder zu einer Pfütze zerflossen ist (je nach Jahreszeit). Sauer ist man sowieso. Ob mit oder ohne Anruf.
Früher, da war es purer Zufall, wenn man in einer Gruppe fortging und in einem Lokal noch mehr bekannte Gesichter getroffen hat. Heute gibt es keine Zufälle mehr. Heute planen wir das alles im Voraus mit unseren Computern und Smartphones.
ORF und die deutschen Sender zerstören systematisch unsere grauen Zellen mit der Ausstrahlung von Sendungen, wie: Deutschland sucht den Superstar, Popstars, Germanys Next Topmodel, Dancing Stars etc. Schaut hier irgendjemand noch UNIVERSUM? Oder abgehobene Künstlerfilme auf ARTE?
Das hier ist wirklich nur ein klitzekleiner Anschnitt, allerdings hat dieses Thema durchaus Potenzial abendfüllend zu sein. Demnächst eventuell mehr nachdenkliches zur weltumfassenden Dummheit auf diesem Blog!
- Männer nerven und stinken. Allesamt sind sie abwechselnd damit beschäftigt NICHTS zu kapieren, sich vor lauter Selbstüberschätzung versehentlich selbst umzubringen oder uns Frauen mit Komplimenten zu beschenken, die einem nichtmal ein Gähnen entlocken. Von mir persönlich kann ich behaupten, dass mich Aussagen, wie „Du bist echt interessant“ eher ein „Du bist total bekloppt“ zwischen den Zeilen lesen lässt. Und dass, obwohl ich sonst grenzenlos naiv bin. Dann gibt es noch jene Kerle, die in geselliger Runde den ganzen Abend schweigen (nicht das Schlechteste) einen dafür aber ständig anstarren (bitte sofort damit aufhören). Andere wiederum machen den Eindruck, als könnten sie Buchstaben nicht von Zahlen unterscheiden. Auf einer Skala von 1 bis 10 (wobei 1 für „Geht gar nicht“ und 10 für „Perfekt“ steht), waren die anwesenden Männer am Dienstag Abend allesamt eine glatte Null.
- Frau nerven und stinken. Die meisten zumindest. Da gibt es diese Sorte Frau, die immer lieb, immer nett ist und über jeden noch so bekloppten Witz lacht und das meistens aus falscher Höflichkeit. Oder sich ernsthaft eine halbe Stunde lang von einem rabenvollen Deppen über das miese Essen im neuesten In-Restaurant Wiens vollschwatzen lässt. Die wenigsten kapieren außerdem, dass ich mich gerade nicht über den Weltfrieden, fuchsiafarbene Shirts, die nicht zum magentaroten Lippenstift passen oder über „die dumme Kuh, die meinen Freund dauernd ansieht“ unterhalten will. Bevor ich mich über sowas unterhalte setze ich mich lieber einsam und alleine an die Bar, trinke still in mich hinein und falle irgendwann lautlos vom Hocker.
Der vergangene Dienstag war also wie man liest eher ein Tag zum zu Hause bleiben, zumal man in oben erwähnter Gesellschaft genau so gut die Wand anstarren könnte.
- Ich hätte gerne einen durch Ö3 befriedigbaren Musikgeschmack. Und einen sehr dicken Nerv, der die Moderatoren aushält. Ich halte die hiesigen Radiosender nur dann aus, wenn ich gut gelaunt bin in der Früh. Weihnachten ist bekanntlich öfter.
mirno_more - 24. Apr, 22:49
Heutzutage muss man sich offenbar darüber definieren, welche Bücher man liest und welche Fernsehsendungen man schaut. Ich persönlich habe Abitur gemacht, war noch nie dumm, interessiere mich wahnsinnig für alle möglichen Fremdsprachen und lerne solche auch ziemlich schnell. Ich lese, seit ich lesen kann und steh total auf Fernsehen. Ich bin 29 Jahre alt, mit MTV aufgewachsen und erinnere mich noch gut an die Zeit, als wir nur zwei Fernsehsender hatten. Trotzdem stehe ich auf Casting- und Talkshows und schaue mit Vorliebe Germany's Next Topmodel. Deswegen verdumme ich nicht. Ich schaue keine Künstlerfilme auf Arte, weil mich das nicht interessiert und ich damit nichts anfangen kann. Kunst hat mich nie begeistert. Aber ich liebe Wissenschaftssendungen, habe die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" abonniert und erhalte täglich den Wissenschafts-Newsletter, einfach weils mich brennend interessiert, was sich da so tut. Natürlich liest heutzutage keiner die Bild oder schaut sich irgendwelche dämlichen Sachen im Fernsehen an, weil DANN könnte ja einer denken, man sei dumm. Also tun die meisten sowas heimlich.
Ich hatte bis 1998 kein Handy und als ich dann eins hatte, war das Teil im Vergleich zu heute riesig und hatte noch nicht mal diese Texterkennungs-Dingenskirchen fürs SMS-Schreiben. Ich habe richtige, echte Freunde aber auch da einige übers Internet kennengelernt. Ich verstehe nicht, was daran verwerflich sein soll. Freundschaften werden gepflegt wie sich das gehört. Briefe, Karten, Besuche, gemeinsame Campingurlaube in unserem Fall. Ich finde das Internet eine tolle Erfindung, weil ich dadurch endlich Menschen gefunden habe, die es wert sind, meine Freunde sein zu dürfen. Als ich 1997 im zarten Alter von 18 Jahren nach München zog, Kleinstadt gegen Großstadt tauschte, merkte ich wieder einmal, wie fehl ich hier am Platze bin. Wahre Freunde fand ich hier keine. Daheim hatte ich auch nur wenige. Ich war immer ein Außenseiter und werde immer einer sein. Die meisten kommen mit meiner Art zu denken genau sowenig klar, wie mit meiner Angewohnheit, meine Meinung nicht in schöne, politisch korrekte Worte zu packen. Ich bin ziemlich direkt und das können die meisten nicht ab. Durch das Internet traf ich erst auf Leute, die nicht nur meinen Charakter teilten sondern auch meine Interessen. Warum sollte das Internet also falsch sein?
Bücher, die sich um derlei Themen drehen, konzentrieren sich lediglich nur auf einen Teil der Bevölkerung, des es schon immer gegeben hat und immer geben wird. 98% der Menschen, die ich kennengelernt habe, sind nicht dumm, haben Anstand und können richtig lesen, schreiben und sprechen. Dass es auch die andere Seite gibt, möchte ich nicht abstreiten, aber meiner Meinung nach ist das nicht der Großteil der Bevölkerung, wie es die Medien gern glauben machen. Intelligente Menschen gehen nicht zu laschen Talkshows. Die findet man eher in Sendungen wie "Nachtcafé" und "Menschen bei Maischberger". Leider laufen diese Sendungen – wahrscheinlich aus marketingstrategischen Gründen selten vor 11 Uhr abends und das unter der Woche, weswegen arbeitende Menschen wie ich, die morgens um sechs Uhr rausmüssen, selten um diese Uhrzeit noch vorm Fernseher hocken.
Alles in allem ist das meiste Schwarzmalerei, von der ich nichts halte.