DER KANSAS CITY SHUFFLE
Ein Kansas City Shuffle ist, wenn alle Welt nach rechts kuckt, während du links rum gehst.
So sprach´s Bruce Willis in Lucky Number Slevin. Und verdammte Scheisse, er hat ja recht.
Und, zur Hölle damit, ich bin eine von denen die links rum gehen während alle anderen nach rechts gucken und vermutlich recht damit haben. Denn ich gehe nach links und das auch noch im Kreis. Oder ich bleibe stehen. Stocksteif und habe keine Ahnung wohin. Vor mir nur die pure Ahnungslosigkeit und hinter mir, auf diesem elend langen Weg, den ich mit meinen beinahe 27 Lenzen schon gegangen bin nur Mittelmäßigkeit. Ich kann sagen, ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mir selbst eingestehen muss: Ich habe keine Ahnung. Keine Ahnung davon, wie man auf der Karriereleiter nach oben klettert, keine Ahnung von strategischer Kommunikation (= wie zwinge ich jemand anderem meinen Willen auf, ohne dass er es merkt. Oder zu jeder noch so großen Arschgeige freundlich sein. In meinem Job leider eine Notwendigkeit an der ich oft genug gescheitert bin), keine Ahnung von Eignungstest für irgendwelche Fachhochschulen, keine Ahnung davon, wie ich mal meinem Vater begreiflich machen soll, dass es nicht sonderlich aufbauend ist von mir immer zu erwarten, dass ich es besser wissen MUSS, wenn ich mich wieder mal in Situationen verfahre. Außerdem bin ich gefangen im Mittelmaß. Mir fehlen momentan sogar die Ideen für rotzige Texte oder meinetwegen irgendwelche sinnvollen Texte. Der FM4 Bewerb „Wortlaut“, dessen Einsendeschluss Anfang Mai ist und der eine Interpretation zum Thema „Verspielt“ abverlangt, meine Güte, ich scheitere daran wie Reinhold Messer an der Beweislage für den Yeti. Meine jämmerlichen Versuche zu diesem Thema irgendetwas bewegendes, berührendes, lustiges oder sinnvolles zu schreiben ohne vollkommen am Thema „Verspielt“ vorbei zu schrammen, sind bis jetzt alles nur Dokumentationen meiner Unfähigkeit. Da fehlen Ansätze, fehlt der Körper, fehlt, um es knallhart zu sagen, das Talent aus einer beschissenen Idee ein gutes Konzept zu machen. Es gibt bestimmt schon Hunderte Menschen, die bereits eifrig ihre Ideen ausfeilen, die Worte in ihren PC hämmern, während ich mich noch immer im Kreis drehe. Ein Kansas City Shuffle.
Ich habe wirklich keine Ahnung. Nicht vom Beruf, nicht vom Leben und vor allem nicht von der Liebe. Wo wir doch schon dabei sind, den kompletten Seelenmüll raus zu lassen: ich würde eher wie eine Katze an ihrem eigenen Haarknäuel ersticken, bevor ich sagen kann, dass ich jemanden mag. Wissen Sie, wie oft mir schon von diversen Männern vorgehalten wurde ich wäre die „Eisprinzessin“? Sowas nimmt man im ersten Moment gar nicht wahr, aber rückblickend betrachtet hatten sie recht. Wenn mir jemand etwas nettes sagt, dann lächle ich ihn hilflos an und ergreife gleich danach die Flucht. Egal, wo wir gerade sind. Wahrscheinlich würde ich sogar aus einem fahrenden Auto springen, dem ein riesengroßer LKW folgt, wenn er mir ohne nötige Vorbereitung das L-Wort sagen würde. Die Perversität an der ganzen Sache ist aber, dass ich mich ja darüber freue! Es ist ja nicht so, dass es mir zuwider wäre, wenn mir jemand seine Gefühle auf einem Silbertablett offenbart, aber Herrgott, was soll ich denn dann tun? Was erwarten sich die Kerle dann? Muss ich, als Antwort auf seine Gefühlsbekundung, durch brennende Reifen springen? Oder ein Kaninchen aus dem Hut zaubern? Soll ich dann etwas sagen? Soll ich nichts sagen? Wertet man das eine nicht als „Ja, jetzt fühlt sie sich verpflichtet auch etwas zu antworten“ und das andere als „Die ist nicht an mir interessiert“? Ich kann mit Gefühlen nicht umgehen, sie auszudrücken oder einfach nur gestehen.
Psychologisch betrachtet liegt es wohl daran, dass ich als Kind nie in den Arm genommen wurde. Man mir nie gesagt hat „Ich hab dich lieb“ und meine Mama nie mit mir gekuschelt hat. Meine Eltern lieben mich, ich weiß das und ich habe ihnen viel zu verdanken, aber eigentlich will ich einfach nur, dass ihr ein bisschen Mitleid mit mir habt. Okay? Vielleicht habe ich aber auch einfach nur zu viele kitschige Filme gesehen, die mir ein falsches Bild der Liebe vermittelt haben und bin einfach nur traurig, dass ich keine Nutte bin, die von einem Millionär aus ihrem langen Elend der Prostitution geholt wird. Mal abgesehen davon, dass ich keine Nutte sein möchte und die Kleidung von Julia Roberts in Pretty Woman ist rückblickend betrachtet einfach nur grässlich.
Dann wäre ich wirklich gerne eine von jenen Personen, die man auf keiner Party missen möchte. Aber meine schreckliche Launenhaftigkeit verbietet mir das. Es gibt nämlich diese Sorte Mensch, die zwanghaft darum bemüht ist, bei allen gut anzukommen. Das ist ein Wesenszug, den ich nie erreichen werde. Nicht mit Alkohol, nicht mit Drogen und schon gar nicht mit meinem Wesen so wie es ist. Dafür bin ich zu misanthropisch veranlagt. Wie viele Deppen haben mich schon bei Partys angesprochen, und wie oft habe ich sie augenrollend und stöhnend nach 0,5 Minuten Gespräch wieder alleine stehen gelassen, während sich ein Großteil meiner Freundinnen jeder noch so armen Seele erbarmt und sie zumindest aussprechen lassen, bevor sie sich höflich-distanziert wieder verabschieden, weil sich meine wütenden Blicke schon ihren Rücken gebrannt haben. Meine Freundinnen haben etwas, woran es mir grundsätzlich fehlt, wenn mir irgendein Depp gegenüber steht: Geduld, Höflichkeit und der Wille zu gähnend langweiligem Small Talk. Sogar ein Lachen über die unfassbaren Deppenwitze der Deppen, welches von mir sofort als geheuchelt und falsch erkannt wird, können sie sich aus der Raucherbrust reißen.
Ich habe schon mehrmals versucht den Willen aufzubringen jedem Menschen gegenüber nett und höflich zu sein. Mittlerweile kann ich das auch, aber nur wenn ich rotzvoll bin.
Ich entwickle mich also weiter, wenn auch in die falsche Richtung. Ich gehe nämlich nach links, währen die ganze Welt nach rechts guckt!!! Der Kansas City Shuffle.
Gut, nachdem ihr nun einen kleinen Einblick in mein allgemeine und alles umfassende Ahnungslosigkeit bekommen habt, hier eine Erkenntnis aus den letzten Tagen, welche ich durch eine Aussage von Herrn C. erlangt habe. Der hat nach dem zweiten Cocktail am Samstag zum Thema „Menschen, die auf allen Partys immer so toll bei Laune sind und deshalb bei allen gut ankommen“ gesagt hat: „Diese Leute tragen privat meistens ein größeres Packerl mit sich herum.“ Das war für mich eine Weisheit. Eine Philosophie, von der man mit Fug und Recht behaupten kann: Recht hat er!
Zu dieser Erkenntnis hat sich übrigens noch eine zweite eingestellt (ungefähr beim letzten Schluck des zweiten Cocktails). Und ich hoffe an dieser Stelle, dass Herr C. diesen Text nicht bis zum Schluss liest, sondern bereits nach dem dritten Absatz mit dem Gedanken „Was für ein Freak“ meinen Blog weg geklickt hat und sich seinem Elefantenfuß (Pflanze, nicht Körperteil) widmet.
Ich musste mich schon bei dieser einen Nikita-Party fragen, woher ich den Menschen eigentlich kenne. Und am Samstag fiel es mir dann wie Geröll auf den Schädel. Es war bei der Geburtstagsfeier von L. im Jahr 2004 (?). Jedenfalls war ich an diesem Abend rabenvoll und wurde von N. ins Pött´sche Schlafzimmer gebracht um mich auszunüchtern. Dort hat mir N. vorgelesen und ich habe mich in meinem „erweiterten Bewusstseinszustand“ beinahe angelullt vor Lachen, als sie erst beim Vorwort war.
Es lautete: Für Bernhard Pulk, der so herzlich lachen konnte. Wirklich, es war ausnahmsweise eine Geburtstagsfeier, auf der ich beinahe durchgehend gut gelaunt war.
Als ich wieder aus dem Schlafzimmer stolperte, stand genau davor ein Typ der mich irgendwie verstört ansah. Gut, da kracht jemand plötzlich aus dem Schlafzimmer raus, sieht noch dazu sowas von zugedröhnt aus, verdammt, ich wusste selbst, dass ich einen erbärmlich Allgemeinzustand abgegeben habe. Deshalb fühlte ich mich natürlich auch gleich provoziert, ob dieses verwunderten Blickes und grüßte daher nicht. Das nahm der Typ, also C., natürlich zum Anlass und schmetterte mir ein „Grüß Goooooooooott“ lauthals gegen meinen dicken Schädl. Ich habe nichts gesagt, sondern mir nur gedacht „Was für ein Penner“ und verschwand schnell aus der Küche.
Ich habe mich am Samstag ein bisschen geschämt, als mir diese Szene wieder eingefallen ist. Muss ich zugeben. Deshalb habe ich C. dann auch gleich noch mal die Cocktailkarte in die Hand gedrückt. Damit er in die Karte glotzt. Während ich grinsend nach links sah. Ein Kansas City Shuffle.
So sprach´s Bruce Willis in Lucky Number Slevin. Und verdammte Scheisse, er hat ja recht.
Und, zur Hölle damit, ich bin eine von denen die links rum gehen während alle anderen nach rechts gucken und vermutlich recht damit haben. Denn ich gehe nach links und das auch noch im Kreis. Oder ich bleibe stehen. Stocksteif und habe keine Ahnung wohin. Vor mir nur die pure Ahnungslosigkeit und hinter mir, auf diesem elend langen Weg, den ich mit meinen beinahe 27 Lenzen schon gegangen bin nur Mittelmäßigkeit. Ich kann sagen, ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mir selbst eingestehen muss: Ich habe keine Ahnung. Keine Ahnung davon, wie man auf der Karriereleiter nach oben klettert, keine Ahnung von strategischer Kommunikation (= wie zwinge ich jemand anderem meinen Willen auf, ohne dass er es merkt. Oder zu jeder noch so großen Arschgeige freundlich sein. In meinem Job leider eine Notwendigkeit an der ich oft genug gescheitert bin), keine Ahnung von Eignungstest für irgendwelche Fachhochschulen, keine Ahnung davon, wie ich mal meinem Vater begreiflich machen soll, dass es nicht sonderlich aufbauend ist von mir immer zu erwarten, dass ich es besser wissen MUSS, wenn ich mich wieder mal in Situationen verfahre. Außerdem bin ich gefangen im Mittelmaß. Mir fehlen momentan sogar die Ideen für rotzige Texte oder meinetwegen irgendwelche sinnvollen Texte. Der FM4 Bewerb „Wortlaut“, dessen Einsendeschluss Anfang Mai ist und der eine Interpretation zum Thema „Verspielt“ abverlangt, meine Güte, ich scheitere daran wie Reinhold Messer an der Beweislage für den Yeti. Meine jämmerlichen Versuche zu diesem Thema irgendetwas bewegendes, berührendes, lustiges oder sinnvolles zu schreiben ohne vollkommen am Thema „Verspielt“ vorbei zu schrammen, sind bis jetzt alles nur Dokumentationen meiner Unfähigkeit. Da fehlen Ansätze, fehlt der Körper, fehlt, um es knallhart zu sagen, das Talent aus einer beschissenen Idee ein gutes Konzept zu machen. Es gibt bestimmt schon Hunderte Menschen, die bereits eifrig ihre Ideen ausfeilen, die Worte in ihren PC hämmern, während ich mich noch immer im Kreis drehe. Ein Kansas City Shuffle.
Ich habe wirklich keine Ahnung. Nicht vom Beruf, nicht vom Leben und vor allem nicht von der Liebe. Wo wir doch schon dabei sind, den kompletten Seelenmüll raus zu lassen: ich würde eher wie eine Katze an ihrem eigenen Haarknäuel ersticken, bevor ich sagen kann, dass ich jemanden mag. Wissen Sie, wie oft mir schon von diversen Männern vorgehalten wurde ich wäre die „Eisprinzessin“? Sowas nimmt man im ersten Moment gar nicht wahr, aber rückblickend betrachtet hatten sie recht. Wenn mir jemand etwas nettes sagt, dann lächle ich ihn hilflos an und ergreife gleich danach die Flucht. Egal, wo wir gerade sind. Wahrscheinlich würde ich sogar aus einem fahrenden Auto springen, dem ein riesengroßer LKW folgt, wenn er mir ohne nötige Vorbereitung das L-Wort sagen würde. Die Perversität an der ganzen Sache ist aber, dass ich mich ja darüber freue! Es ist ja nicht so, dass es mir zuwider wäre, wenn mir jemand seine Gefühle auf einem Silbertablett offenbart, aber Herrgott, was soll ich denn dann tun? Was erwarten sich die Kerle dann? Muss ich, als Antwort auf seine Gefühlsbekundung, durch brennende Reifen springen? Oder ein Kaninchen aus dem Hut zaubern? Soll ich dann etwas sagen? Soll ich nichts sagen? Wertet man das eine nicht als „Ja, jetzt fühlt sie sich verpflichtet auch etwas zu antworten“ und das andere als „Die ist nicht an mir interessiert“? Ich kann mit Gefühlen nicht umgehen, sie auszudrücken oder einfach nur gestehen.
Psychologisch betrachtet liegt es wohl daran, dass ich als Kind nie in den Arm genommen wurde. Man mir nie gesagt hat „Ich hab dich lieb“ und meine Mama nie mit mir gekuschelt hat. Meine Eltern lieben mich, ich weiß das und ich habe ihnen viel zu verdanken, aber eigentlich will ich einfach nur, dass ihr ein bisschen Mitleid mit mir habt. Okay? Vielleicht habe ich aber auch einfach nur zu viele kitschige Filme gesehen, die mir ein falsches Bild der Liebe vermittelt haben und bin einfach nur traurig, dass ich keine Nutte bin, die von einem Millionär aus ihrem langen Elend der Prostitution geholt wird. Mal abgesehen davon, dass ich keine Nutte sein möchte und die Kleidung von Julia Roberts in Pretty Woman ist rückblickend betrachtet einfach nur grässlich.
Dann wäre ich wirklich gerne eine von jenen Personen, die man auf keiner Party missen möchte. Aber meine schreckliche Launenhaftigkeit verbietet mir das. Es gibt nämlich diese Sorte Mensch, die zwanghaft darum bemüht ist, bei allen gut anzukommen. Das ist ein Wesenszug, den ich nie erreichen werde. Nicht mit Alkohol, nicht mit Drogen und schon gar nicht mit meinem Wesen so wie es ist. Dafür bin ich zu misanthropisch veranlagt. Wie viele Deppen haben mich schon bei Partys angesprochen, und wie oft habe ich sie augenrollend und stöhnend nach 0,5 Minuten Gespräch wieder alleine stehen gelassen, während sich ein Großteil meiner Freundinnen jeder noch so armen Seele erbarmt und sie zumindest aussprechen lassen, bevor sie sich höflich-distanziert wieder verabschieden, weil sich meine wütenden Blicke schon ihren Rücken gebrannt haben. Meine Freundinnen haben etwas, woran es mir grundsätzlich fehlt, wenn mir irgendein Depp gegenüber steht: Geduld, Höflichkeit und der Wille zu gähnend langweiligem Small Talk. Sogar ein Lachen über die unfassbaren Deppenwitze der Deppen, welches von mir sofort als geheuchelt und falsch erkannt wird, können sie sich aus der Raucherbrust reißen.
Ich habe schon mehrmals versucht den Willen aufzubringen jedem Menschen gegenüber nett und höflich zu sein. Mittlerweile kann ich das auch, aber nur wenn ich rotzvoll bin.
Ich entwickle mich also weiter, wenn auch in die falsche Richtung. Ich gehe nämlich nach links, währen die ganze Welt nach rechts guckt!!! Der Kansas City Shuffle.
Gut, nachdem ihr nun einen kleinen Einblick in mein allgemeine und alles umfassende Ahnungslosigkeit bekommen habt, hier eine Erkenntnis aus den letzten Tagen, welche ich durch eine Aussage von Herrn C. erlangt habe. Der hat nach dem zweiten Cocktail am Samstag zum Thema „Menschen, die auf allen Partys immer so toll bei Laune sind und deshalb bei allen gut ankommen“ gesagt hat: „Diese Leute tragen privat meistens ein größeres Packerl mit sich herum.“ Das war für mich eine Weisheit. Eine Philosophie, von der man mit Fug und Recht behaupten kann: Recht hat er!
Zu dieser Erkenntnis hat sich übrigens noch eine zweite eingestellt (ungefähr beim letzten Schluck des zweiten Cocktails). Und ich hoffe an dieser Stelle, dass Herr C. diesen Text nicht bis zum Schluss liest, sondern bereits nach dem dritten Absatz mit dem Gedanken „Was für ein Freak“ meinen Blog weg geklickt hat und sich seinem Elefantenfuß (Pflanze, nicht Körperteil) widmet.
Ich musste mich schon bei dieser einen Nikita-Party fragen, woher ich den Menschen eigentlich kenne. Und am Samstag fiel es mir dann wie Geröll auf den Schädel. Es war bei der Geburtstagsfeier von L. im Jahr 2004 (?). Jedenfalls war ich an diesem Abend rabenvoll und wurde von N. ins Pött´sche Schlafzimmer gebracht um mich auszunüchtern. Dort hat mir N. vorgelesen und ich habe mich in meinem „erweiterten Bewusstseinszustand“ beinahe angelullt vor Lachen, als sie erst beim Vorwort war.
Es lautete: Für Bernhard Pulk, der so herzlich lachen konnte. Wirklich, es war ausnahmsweise eine Geburtstagsfeier, auf der ich beinahe durchgehend gut gelaunt war.
Als ich wieder aus dem Schlafzimmer stolperte, stand genau davor ein Typ der mich irgendwie verstört ansah. Gut, da kracht jemand plötzlich aus dem Schlafzimmer raus, sieht noch dazu sowas von zugedröhnt aus, verdammt, ich wusste selbst, dass ich einen erbärmlich Allgemeinzustand abgegeben habe. Deshalb fühlte ich mich natürlich auch gleich provoziert, ob dieses verwunderten Blickes und grüßte daher nicht. Das nahm der Typ, also C., natürlich zum Anlass und schmetterte mir ein „Grüß Goooooooooott“ lauthals gegen meinen dicken Schädl. Ich habe nichts gesagt, sondern mir nur gedacht „Was für ein Penner“ und verschwand schnell aus der Küche.
Ich habe mich am Samstag ein bisschen geschämt, als mir diese Szene wieder eingefallen ist. Muss ich zugeben. Deshalb habe ich C. dann auch gleich noch mal die Cocktailkarte in die Hand gedrückt. Damit er in die Karte glotzt. Während ich grinsend nach links sah. Ein Kansas City Shuffle.
mirno_more - 9. Apr, 19:13
Aber: man kann alles lernen und wenn es auch nur ein freundlicher Ton ist, während man vor lauter zynischen Bemerkungen kaum mehr die Kurve kriegt. *grins*
Was soll ich sagen? Ich lese gern hier, seit ich das Blog gefunden habe. Sehr nette Art zu schreiben, witzig, unterhaltsam und genau der Humor, den ich mag *schleim*
*Psychologiemodusan*
Wenn man selbst nicht damit umgehen kann, dass einem Gefühle zuteil werden, dann geschieht dies meistens aus dem Grund, weil man sich selbst am allerwenigsten leiden kann und deswegen auch von anderen derartige Gefühlsäußerungen nicht erwartet. Frei nach dem Mott: wenn ich mich nicht mag, wie können das dann andere tun?
Erst wenn man sich selbst annimmt und sich eingesteht, dass man so als Mensch ganz in Ordnung ist, seine eigenen Fehler und SChwächen hat, aber ganz sicher auch so seine Stärken, erst dann kann man auch annehmen, dass andere einen mögen, sogar lieben und dies kund tun, ohne dass man selbst das Gefühl hat "Oh Gott, ich muss hier weg"
Wie kann man das lernen? Gute Frage...Mantras runterbeten? "Ich bin ein guter Mensch. Ich mag mich selbst" z.B. oder andere Dinge? *Psychologiemodusaus*
Tjoa...what else?
Mehr fällt mir nicht ein. Außer: erst nach links und rechts gesehen, dann über die Straße gehen.
PS: Wenn alle Welt nach rechts geht und Du nach links siehst...was mach ich dann? *ratlosguck*
liebe coombs,
und wegen dem sich leiden können, da muss ich dir recht geben. teilweise. an manchen tagen, da würde ich mich nichtmal neben mich hinsetzen, wenn ich nicht ich wäre *haharr*. an anderen tagen find ich mich dafür wieder super :) so ein frauliches wechselbad der gefühle für einen selbst. da fällt mir ein zitat von oscar wilde ein: sich selbst zu lieben, ist der beginn einer lebenslangen romanze. *vor diesem mann auf die knie fall und ihn anbet für seine weisheit*
lg ich
ps: bei welcher LOST folge bist du schon von der neuen staffel? bin bei der 8. und angeblich kommt die 9. folge erst ende april ins US fernsehen *kreisch* :-((((