VON DACHGESCHOßWOHNUNGEN UND IHREN BESITZERN
Inspiriert wurde ich von R.´s Beitrag zum Thema "Wohnungen". Lesen Sie dazu ihren Beitrag Wohnungscharme
Tja, ich fristete mein Dasein ebenfalls gute 4 Jahre im Gemeindebau und ich kann dazu nur sagen: Eine Lehre für´s Leben, die alle verwöhnten "Papi kauft mir für´s Studium eine Eigentumswohnung"-Fratzen nicht haben und somit hilflos sind wie Säuglinge wenn es um "the real hard life" da draußen geht!
Allerdings entspricht es ganz und gar der Wahrheit, wenn sich der ein oder andere Lebenspartner zur selbst gewählten Wohnform eher distanziert verhält. Am Beispiel R. schämte sich der M. und wollte seine Studienkollegen nicht in ihre Wohnung bringen. Er selbst verfügt, wenn ich den Beitrag von R. richtig interpretiert habe, über eine sonnendurchflutete Dachgeschoßwohnung. M. ist übrigens Werber. Also ein Werber, der in einer Dachgeschoßwohnung lebt.
So einen hatte ich auch mal.
A. (der Buchstabe steht ganz ehrlich für einen richtigen Namen! Und nicht "Arschloch" oder "Affe") äußerte sich zwar lobend über meine damalige türkis-weiße Retroküche im Assibau, fand aber den Rest der Wohnung nicht so prickelnd. Anders gesagt: es war ihm lieber, wenn ich bei ihm war, als er bei mir. Nun war für mich die Entfernungsfrage nicht so relevant wie bei Frau R., wohnten A. und ich doch sehr zentral und mir war es nur recht, wenn ich meine Wohnung nicht klinisch rein putzen musste, weil A. schwerer Katzenhaarallergiker war.
In der DG-Wohnung war es wirklich nett. Und jaaa zugegeben: viel schöner als bei mir. Die Sonne kommt von oben und hüllt die Zimmer in ihr warmes Licht. Dafür kommt alles andere aber auch von oben und wir reden hier von Schnee, Regen und Vogelkacke.
Stellen wir uns also die Frage, um die wir nicht umhin kommen: Wer sind diese Menschen, die eine Wohnung im DG ihr Eigen nennen? Und warum? Mit welchen Charakteren haben wir es hier zu tun?
Eine Analyse:
Hier ein kleiner Leitfaden:
Tja, ich fristete mein Dasein ebenfalls gute 4 Jahre im Gemeindebau und ich kann dazu nur sagen: Eine Lehre für´s Leben, die alle verwöhnten "Papi kauft mir für´s Studium eine Eigentumswohnung"-Fratzen nicht haben und somit hilflos sind wie Säuglinge wenn es um "the real hard life" da draußen geht!
Allerdings entspricht es ganz und gar der Wahrheit, wenn sich der ein oder andere Lebenspartner zur selbst gewählten Wohnform eher distanziert verhält. Am Beispiel R. schämte sich der M. und wollte seine Studienkollegen nicht in ihre Wohnung bringen. Er selbst verfügt, wenn ich den Beitrag von R. richtig interpretiert habe, über eine sonnendurchflutete Dachgeschoßwohnung. M. ist übrigens Werber. Also ein Werber, der in einer Dachgeschoßwohnung lebt.
So einen hatte ich auch mal.
A. (der Buchstabe steht ganz ehrlich für einen richtigen Namen! Und nicht "Arschloch" oder "Affe") äußerte sich zwar lobend über meine damalige türkis-weiße Retroküche im Assibau, fand aber den Rest der Wohnung nicht so prickelnd. Anders gesagt: es war ihm lieber, wenn ich bei ihm war, als er bei mir. Nun war für mich die Entfernungsfrage nicht so relevant wie bei Frau R., wohnten A. und ich doch sehr zentral und mir war es nur recht, wenn ich meine Wohnung nicht klinisch rein putzen musste, weil A. schwerer Katzenhaarallergiker war.
In der DG-Wohnung war es wirklich nett. Und jaaa zugegeben: viel schöner als bei mir. Die Sonne kommt von oben und hüllt die Zimmer in ihr warmes Licht. Dafür kommt alles andere aber auch von oben und wir reden hier von Schnee, Regen und Vogelkacke.
Stellen wir uns also die Frage, um die wir nicht umhin kommen: Wer sind diese Menschen, die eine Wohnung im DG ihr Eigen nennen? Und warum? Mit welchen Charakteren haben wir es hier zu tun?
Eine Analyse:
- Die DG-Menschen (kurz „DGM“) sind es gewohnt einen weitläufigen Überblick zu haben, wenn sie aus dem Fenster blicken. Die planen dabei irgendwas großes, böses. Da bin ich mir sicher.
- Die DGM wohnen über allen anderen im Haus. Eventuell lässt dies auf einen gewissen Drang zur „Erhabenheit“ schließen? Oder sind das alle verkannte Politiker, die ihre Wohnung schlichtweg nach dem Kriterium ausgesucht haben, dass sie „zum Volk sprechen“ können?
- DG Menschen sind Tüftler. Sie müssen ihre Einrichtung nach den Dachschrägen planen.
- Sind die DGM also Minimalisten, weil sie im Prinzip auf wertvollen Stauraum verzichten?
- DGM können im Bett liegen und „Sterndal schaun“, während wir Normalos uns aus dem Fenster hängen und den Kopf in einen ungesunden Winkel drehen müssen.
- Ich kenne ausnahmslos nur Männer, die DGM sind.
- Die müssen nicht „Sterndal schaun“.
- Wollen sie auch gar nicht.
- Die DGM haben einen sehr verbeulten Kopf, weil sie kurz nach dem Einzug ständig mit diesem an die Dachschrägen gestoßen sind.
- Man sollte sich nie in Gegenwart eines DGM über seine eigene und nicht besonders helle Wohnung beschweren. Dies führt zu einem undankbaren und stundenlangen Rapport darüber, wie lange der DGM es hell hat.
- Der DGM verfügt über eine große Auswahl an Spinnengetier in seiner Wohnung. Weil die da so leicht reinklettern können im Winter. Dort machen sie es sich dann im Bett bequem und leisten in wohliger Wärme dem DGM Gesellschaft bis zum Sommer.
- Im Sommer bleiben die Spinnen dann aber trotzdem unserem DGM treu. Sie krabbeln zwar aus der Wohnung raus (Frischluft schnappen, einkaufen, essen), kehren aber des Nächtens wieder retour. Man hat sich ja aneinander gewöhnt.
- Der DGM ist nie Single. In seinem Bett befinden sich immer mindestens 2 Frauen: sie und die Spinnerin.
Hier ein kleiner Leitfaden:
- Äußern Sie sich nie, niemals über die Sonneneinstrahlung in ihrer eigenen Wohnung, wenn sie es mit einem DGM zu tun haben. Siehe dazu auch obige Analyse zum DGM.
- Lachen Sie den DGM nicht aus, wenn er im Sommer in seiner 75 Grad warmen Wohnung still und einsam vor sich hin brütet. Er wird sich rächen! Und zwar im Frühling, Spätsommer und Herbst, wenn sie in ihrem kleinen Sarg, der sich Wohnung nennt, verzweifeln und ihre Blumen sich aufgrund mangelnden Lichts freiwillig übergießen um endlich zu sterben.
- Für den Winter gilt eine spezielle Regel: Gewähren sie dem DGM Unterschlupf, wenn seine Dachschrägenfenster aufgrund tagelangen Schneefalls unter der Last eingebrochen sind. Verinnerlichen Sie sich auch hier: Nicht auslachen. Vielleicht ladet er sie dafür im Sommer auf Spagetti und ein Glas Wein ein, um in der lauen Abendluft zu philosophieren und die „Sterne zu betrachten“. Die Fenster sollten bis dahin halt repariert sein. Vorsicht Frauen: Dies ist nicht mehr als eine versteckte Botschaft. Sie beinhaltet: Will Sex. Mit dir. Darfst aber am Rücken liegen, damit du die Sterne sehen kannst.
- Speziell für Frauen: wenn sie zum ersten Mal in der Wohnung des DGM sind und ihren Hass nicht mehr kontrollieren können, weil sie selbst ein DGM sein wollen, dann geben sie dem DGM jedes Mal, wenn er ihnen den Rücken zudreht imaginäre Arschtritte. Schneiden Sie Fratzen, strecken Sie die Zunge raus. Entladen Sie ihren Hass, ihren Neid. Vergessen Sie aber nicht ihm wieder falsch und freundlich ins Gesicht zu lächeln, wenn er sich wieder zu ihnen dreht. Ein gekonntes Augenklimpern ist auch nicht fehl am Platz.
- Zuguterletzt noch einen einfachen Merksatz: Auf DGM, die eine DG-Wohnung im Eigentum BESITZEN (!!) darf geschossen werden! Auf alle DG Mieter bzw. Genossenschaftsmieter aber nicht.
mirno_more - 25. Mrz, 21:48